Die Krise der unsichtbaren Arbeit in der IT-Branche: KI-Arbeit, die im Organigramm nicht sichtbar ist
Während Führungskräfte über den Verlust von Arbeitsplätzen debattieren, stehen CIOs vor einer weniger offensichtlichen Herausforderung: KI-Aufgaben, die sich über verschiedene Teams verteilen, lassen die Zuständigkeiten verschwimmen und passen nicht in das „The InvisibleLabor“-Konzept von C. Hart.
Die lautesten Diskussionen über KI und Arbeitsplätze drehen sich darum, was verschwindet. Innerhalb der IT ist das unmittelbarere Problem jedoch das, was sich still und leise ausbreitet. Während sich KI-Fähigkeiten über die gesamte Technologieplattform ausbreiten, zerlegen sie die Arbeit in neue, nur vage definierte Kompetenzanforderungen: hier Prompt-Engineering, dort Orchestrierung und irgendwo dazwischen Modellbewertung. Nichts davon passt nahtlos zu bestehenden Rollen, Berichtswegen oder Einstellungsrahmenbedingungen.
Das Ergebnis ist eine Anhäufung unsichtbarer Arbeit. Kritische, nicht in den Aufgabenbereich fallende Aufgaben werden von ohnehin schon überlasteten Teams übernommen, wobei formelle Zuständigkeiten umgangen werden und sie sich der traditionellen Personalplanung entziehen. Für CIOs besteht das Risiko nicht nur in einer Qualifikationslücke. Es handelt sich um ein Betriebsmodell, das die für den groß angelegten Einsatz von KI erforderlichen Aufgaben nicht mehr erkennen, messen oder steuern kann.
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